Es ist zum Verzweifeln. Bei den Ärmsten wird gespart und die gerechte Besteuerung großer Erbschaften oder endlich wieder eine Vermögenssteuer - Fehlanzeige. 😮Wie kann das sein?
Um Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen, wird gespart. Bei denen, die sich kümmern. Und nicht bei denen, die nicht zahlen.
Kinder können nichts dafür, wenn Erwachsene ihren Pflichten nicht nachkommen.
Kinder können nichts dafür, wenn sie in Armut leben müssen.
Mehr als 850.000 Kinder erhalten Unterhaltsvorschuss vom Staat, weil ein Elternteil nach einer Trennung keinen Unterhalt zahlt. Das sind aktuell ca. 3,3 Milliarden Euro! Pro Jahr! 😳
Etwa 20 Prozent davon holt sich der Staat von den Unterhaltspflichtigen zurück. Und was ist jetzt die Antwort? Nicht, dieses Potential endlich zu heben und das Geld einzutreiben.
Nein ...
Lieber das Elterngeld von 14 auf 12 Monate zurückschrauben und bei Alleinerziehenden kürzen.
Nicht mehr Druck auf die, die sich ihrer Verantwortung entziehen - das sind zu 80% Väter. Jetzt soll der Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 16. Lebensjahr gezahlt werden und nicht mehr bis zum 18. 😮Dabei wurde es erst 2017 von 12 auf 18 Jahren angehoben - zurecht! Und ratet, wer’s gemacht hat: @manuelaschwesig als damalige Bundesfamilienministerin. 👏
Kinder hören nicht mit 12 auf, Geld zu kosten - genau so wenig wie mit 16. Gerade dann wird es teurer.
Jede dritte Ein-Eltern-Familie lebt heute schon in Armut. Und unser Kanzler regt an, dass Mütter - ob der guten Betreuungssituation - ja mehr arbeiten könnten. Das tun bereits rund 42% alleinerziehende Mütter. Aber offenbar kennt er die Realität nicht, dass oft nicht ein Einkommen ausreicht. Woher auch …
Der ausstehende Unterhalt muss konsequent eingetrieben werden: durch Lohnpfändungen, SCHUFA-Eintrag, Entzug der Kreditfähigkeit etc. - und das nicht nur durch die Jugendämter.